Vollbrand eines in Sanierung befindlichen Hauses — Berlin Herald

Steglitz

Bei Eintreffen der ersten Kräfte brannten der Keller und die unteren Geschosse eines in Sanierung befindlichen, fünfgeschossigen Altbau-Wohnhauses. Der Brand konnte sich trotz eines massiven Löschangriffs mit bis zu 6 C- und 1 B-Rohr in Windeseile bis zum Dachgeschoss ausdehnen. Menschen waren akut nicht gefährdet, weil das Haus aufgrund der Bauarbeiten derzeit nicht bewohnt ist. Die Bewohner der angrenzenden Wohnhäuser wurden evakuiert und in einem Bus der Feuerwehr untergebracht. Die Löscharbeiten wurden aufgrund der akuten Einsturzgefahr des Gebäudes aber auch aufgrund der widrigen Temperaturen sehr erschwert. Zwischenzeitlich musste an der Einsatzstelle immer wieder Sand gestreut werden, weil das Löschwasser blitzschnell gefror und eine spiegelglatte Eisfläche bildete. Eingesetzt waren bis zu 150 Feuerwehrleute mit 11 Löschfahrzeugen und diversen Sonder- und Führungsfahrzeugen. Gegenwärtig dauert die Brandbekämpfung immer noch an. Vollbrände von mehrgeschossigen Wohnhäusern sind sehr selten. Es ist davon auszugehen, dass die derzeitigen Bauarbeiten für die enorme Brandausdehnung mit ursächlich sind, weil möglicherweise Türen fehlten oder offen standen und Baumaterial sowie Werkzeuge eine hohe Brandlast bildeten.